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Die Allergenvermeidung hat einen großen Stellenwert in der Allergiebehandlung.

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Die derzeitige Empfehlung der allergologischen Fachgesellschaften lautet, dass vor einer spezifischen Immuntherapie gegen Hausstaubmilben erst für drei Monate Präventionsmaßnahmen ausprobiert werden sollen. Dabei werden im Einzelnen milbenallergendichte Matratzenüberzüge (Encasings) und waschbare Bettdecken genannt.

Die Studienlage zur Wirksamkeit der Encasings ist nicht eindeutig. Einige Studien zeigten einen positiven Einfluss von Encasings auf die allergischen Beschwerden der Patienten. Bei anderen Studien war kein Unterschied zwischen der Gruppe an Patienten, die ein Encasing im Vergleich zu den Patienten, die nur einen Baumwollüberzug verwendeten, festzustellen.

Deshalb ist eine produktspezifische Betrachtungsweise notwendig. Insbesondere ist auf gute Qualität von Nähten und Reißverschlüssen zu achten.

Allerdings ist zu beachten, dass es bei den im Handel angebotenen Matratzenüberzügen deutliche Qualitätsunterschiede gibt. Sie finden in den Zeitschriften ÖKO-Test und Stiftung-Warentest immer wieder aktuelle Testergebnisse zu Matratzenüberzügen. Viele Hersteller geben bis zu 10 Jahre Garantie auf die Encasings. Diese sollten zudem regelmäßig gewaschen werden.

Manche Krankenkassen haben aber Exklusivverträge mit einzelnen Herstellern von Encasings. Die Kosten werden dann nur für die entsprechenden Produkte übernommen. Wenn die Testsieger aus o.g. Zeitschriften nicht dabei sind, sollten Sie dies mit Ihrer Krankenkasse besprechen.

Wer häufig anderswo übernachtet – ob im Urlaub oder beruflich bedingt – wird weiterhin regelmäßig mit Milbenallergenen in Kontakt kommen. Da Milben aber auch auf Teppich-böden, Polstermöbeln und Kleidung vorkommen, ist für viele Patienten das Encasing alleine nicht ausreichend, um beschwerdefrei zu werden. Zusätzlich sollte dann die Möglichkeit einer spezifischen Immuntherapie geprüft werden.

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