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Eine Reihe von Einflüssen kann die Entstehung von Depressionen verhindern oder begünstigen.
Aus Studien gibt es beispielsweise Hinweise, dass eine vertrauensvolle persönliche Beziehung, wie eine intakte Partnerschaft, oder eine sichere berufliche Anstellung vor einer Depression schützen können.
Wenn ein Mensch an einer Depression erkrankt, kann das viele Gründe haben. Meist gibt es nicht nur eine einzige Ursache, sondern mehrere Dinge kommen zusammen.

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Grundsätzlich kann man zwischen zwei Arten von Ursachen unterscheiden: es gibt solche, die erblich (genetisch) bedingt sind. Diese betreffen die Veranlagung jedes einzelnen Menschen. Und es gibt Gründe, die in der Lebensgeschichte, im Umfeld und in der Lebensführung zu suchen sind. Auch Medikamente können als Nebenwirkung eine Depression verursachen.

Depressionen treten häufiger auf bei:
früheren depressiven Zuständen;
depressiven und manisch-depressiven Erkrankungen in der Familie;
Suizidversuche in der eigenen Vorgeschichte oder Familie;
körperlichen Erkrankungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebserkrankungen;
Alkohol-, Tabletten- oder Drogenabhängigkeit;
schwerwiegenden Ereignissen wie Verlust einer geliebten Person, Beziehungskrise oder Arbeitslosigkeit;
Vereinsamung und mangelnder sozialer Unterstützung.
Erschwerend kommt häufig hinzu, dass die Betroffenen sich verantwortlich für ihren Gemütszustand fühlen und dafür schämen, sich nicht besser im Griff zu haben. Die Gefühle von Scham und Schuld können die Depression noch verstärken. Depressive Menschen können so in einen Teufelskreis geraten.

Indem Sie zu dieser Patientenleitlinie greifen und sich gezielt informieren, tun Sie bereits einen wichtigen Schritt aus diesem Teufelskreis heraus. Der nächste ist der Gang zum Arzt oder zur Psychotherapeutin, denn Depressionen können behandelt werden. Wenn Ihnen selber oder anderen Menschen Veränderungen auffallen, die auf eine Depression hindeuten, lassen Sie Ihren Verdacht ruhig frühzeitig abklären.

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